
Eine schulische oder duale Berufsausbildung ist – neben einem Studium – die beste Basis für dein weiteres Berufsleben. Du hast bisher „nur“ gejobbt, weil du dort mehr Geld verdient hast, als du bei einer Ausbildung je bekommen könntest? Vielleicht bist du arbeitssuchend oder du möchtest deinem Berufsleben eine ganz neue Richtung geben? Vielleicht arbeitest du auch schon seit einigen Jahren in deinem Wunschberuf, hast aber nie eine entsprechende Ausbildung absolviert?
Es kann viele Gründe geben, warum man eine Ausbildung nachholen möchte. Und es lohnt sich, denn auf eine Ausbildung kannst du sehr gut aufbauen. Du könntest zum Beispiel eine Aufstiegsfortbildung machen und danach studieren, falls du das möchtest, aber weder Fachhochschulreife noch Abitur hast.
Aber auch, wenn du nach deiner Ausbildung erstmal genug vom Lernen hast, zahlt sich eine schulische oder duale Berufsausbildung für dich aus. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit einem Berufsabschluss erhältst du im Durchschnitt mehr Gehalt bzw. Lohn als eine ungelernte Hilfskraft. Und du hast die Möglichkeit Stück für Stück die Karriereleiter im Unternehmen hinaufzuklettern.
Wie du deine Traumausbildung findest, wie du ohne Ausbildung, aber mit Berufserfahrung an der sogenannten Externenprüfung teilnehmen kannst und viele weitere Informationen erhältst du hier. Los geht’s!
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Welche Ausbildungsabschlüsse kann ich in Deutschland nachholen?
In Deutschland hast du theoretisch die Möglichkeit jede anerkannte schulische oder betriebliche Ausbildung (IHK, HWK) nachzuholen und einen entsprechenden staatlich anerkannten Berufsabschluss zu machen.
Weißt du schon, welche der mehr als 300 anerkannten Berufsausbildungen du absolvieren willst? Sehr gut, dann kannst du den nächsten Punkt gleich überspringen. Im übernächsten Abschnitt erfährst du dann, wie du deine Wunschausbildung nachholen kannst.
Welcher Ausbildungsberuf ist der Richtige für mich?
Wenn du noch unsicher bist, welcher Ausbildungsberuf zu dir passt, kannst du das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit nutzen. Check-U ist ein Erkundungstool, das du online nutzen kannst. Es hilft dir dabei, sowohl deine Interessen als auch deine Stärken und die dazu passenden Berufsbilder herauszufinden. Eine weitere Möglichkeit ist die Teilnahme am sogenannten Berufswahltest. Für einen Termin wendest du dich direkt an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit.
Wie kann ich meine Ausbildung nachholen?
Finde zuerst heraus, ob der von dir anvisierte Ausbildungsberuf als schulische oder als duale Ausbildung angeboten wird. Danach entscheidet sich dein weiterer Weg.
Wie kann ich eine schulische Berufsausbildung nachholen?
Eine schulische Berufsausbildung kannst du an einer staatlichen oder privaten Berufsfachschule nachholen. Dort lernst du die Theorie, die du für deinen späteren Einstieg ins Berufsleben benötigst. Die Praxis lernst du meistens bei einem entsprechenden Praktikum kennen. Die schulische Berufsausbildung endet nach erfolgreicher Prüfung, genauso wie die duale Berufsausbildung, mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss.
Eine Berufsfachschule die deine gewünschte schulische Ausbildung anbietet, findest du zum Beispiel beim Suchportal der Agentur für Arbeit. Dort erfährst du auch die entsprechenden Zugangsvoraussetzungen und Anmeldefristen des jeweiligen Bildungsträgers.
Für die Aufnahme an einer Berufsfachschule ist in den meisten Fällen eine Bewerbung erforderlich. Ein Ausschuss des Bildungsträgers entscheidet dann über deine Aufnahme. Viel Erfolg!
Wie kann ich eine duale Berufsausbildung nachholen?
Eine duale Ausbildung absolvierst du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Im Unternehmen lernst du die Praxis. In der Berufsschule die Theorie.
Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, musst du dich bei den Unternehmen bewerben, die deine gewünschte Berufsausbildung anbieten. Bei einer betrieblichen bzw. dualen Ausbildung gibt es übrigens keine rechtlichen Zugangsvoraussetzungen, wie zum Beispiel bestimmte Schulabschlüsse. Allerdings können die Ausbildungsbetriebe eigene Einstellungsbedingungen festlegen. Somit kann bei der Bewerberauswahl ein guter Schulabschluss entscheidend sein.
Um ein Unternehmen zu finden, welches deinen gewünschten Ausbildungsberuf anbietet, hast du mehrere Möglichkeiten. Zum einen kannst du dir die Online-Auftritte von Unternehmen anschauen, die dir gefallen bzw. von denen du schon einmal gehört hast. Hier findest du oft Stellenangebote oder Karriereportale, bei denen du dich direkt online bewerben kannst. Auch über das Suchportal der Agentur für Arbeit kannst du Angebote Ausbildungsplätze finden. Des Weiteren kannst du auf den gängigen Jobportalen oder Karrierenetzwerken und in Tageszeitungen suchen. Viel Erfolg!
Wie kann ich eine duale Berufsausbildung aufgrund von Berufserfahrung nachholen?
Mit der erfolgreichen Teilnahme an der Externenprüfung bei der für deinen Ausbildungsberuf zuständigen Kammer (IHK, HWK), kannst du deinen Ausbildungsabschluss nachholen, ohne eine reguläre Berufsausbildung durchlaufen zu haben.
Voraussetzung dafür sind mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung in dem Beruf, dessen Ausbildungsabschluss du jetzt nachholen möchtest. Du solltest während dieser Zeit alles gelernt haben, was auch in einer entsprechenden Berufsausbildung gelehrt wird. Zusätzlich musst du dir das theoretische Wissen, das du eigentlich in der Berufsschule gelernt hättest, im Selbststudium aneignen.
Ob du alle Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Externenprüfung erfüllst, erfährst du bei der für deinen gewünschten Ausbildungsberuf zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. Handwerkskammer (HWK). Viel Erfolg!
Wie lange dauert es, meine Ausbildung nachzuholen?
Wie lange deine Ausbildung dauert ist unter anderem davon abhängig, welche Art von Ausbildung du nachholen möchtest. Schulische Ausbildungen dauern oft zwei Jahre. Für eine duale Ausbildung benötigst du normalerweise drei Jahre. Einige Ausbildungen können aufgrund von Praktika oder Anerkennungszeit sogar bis zu 4 Jahren dauern. Allerdings hast du bei sehr guten Leistungen die Möglichkeit, deine Ausbildungszeit um ein halbes Jahr zu verkürzen und deine Abschlussprüfungen vorzuziehen.
Solltest du leider mal bei der Abschlussprüfung durchgefallen sein, ist das zwar ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Wenn dir nur wenige Punkte zum Bestehen fehlen, hast du die Möglichkeit, an einer mündlichen Prüfung teilzunehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du deine Ausbildung verlängern und die Prüfung in einem halben Jahr noch einmal wiederholen.
Umfassende Informationen über die Dauer deines gewünschten Ausbildungsberufs erhältst du zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HWK) oder bei der entsprechenden Berufsfachschule.
Wie viel kostet es, meine Ausbildung nachzuholen bzw. welche Ausbildungsvergütung erhalte ich?
Für eine duale Berufsausbildung musst du nichts bezahlen, sondern bekommst sogar eine Ausbildungsvergütung. Diese kann je nach Ausbildungsberuf unterschiedlich hoch ausfallen.
Auch bei einem dualen Studium kannst du bereits eine Vergütung bekommen. Vielleicht ist dein Arbeitgeber sogar bereit, die anfallenden Studiengebühren zu übernehmen. Dies ist oftmals der Fall, wenn man bereit ist, sich nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums für einige Jahre an das Unternehmen zu binden.
Anders sieht es bei einer schulischen Berufsausbildung, insbesondere an privaten Schulen, aus. Neben einem monatlichen Schulgeld können zum Beispiel noch Prüfungsgebühren anfallen.
Kalkuliere deine Lebenshaltungskosten, wie Miete, Lebensmittel, Auto, Freizeit und Lernmaterial einmal durch und überprüfe, ob du deine monatlichen Ausgaben mit deiner Wunschausbildung finanzieren kannst. Sollte das nicht der Fall sein, schau‘ dir unbedingt einmal die folgenden Fördermöglichkeiten genauer an. Hier lässt sich oft bares Geld sparen.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Du musst bei deiner Wunschausbildung Schulgeld bezahlen oder erhältst keine bzw. nur eine geringe Ausbildungsvergütung? Dann solltest du unbedingt überprüfen, ob du die Voraussetzungen für Förderungen, Zuschüsse, Stipendien oder Kredite erfüllst.
Für dich könnten folgende Fördermittel und Finanzierungen in Frage kommen:
Solltest du noch genügend freie Zeit neben Ausbildung und Privatleben haben, könntest du auch überlegen, einen Mini-Job anzunehmen. Besprich‘ dies aber unbedingt vorher mit deinem Ausbildungsbetrieb. Ein Nebenverdienst ist oftmals genehmigungspflichtig. Angebote für Mini-Jobs findest du zum Beispiel auf den gängigen Jobportalen, in Tageszeitungen oder direkt auf den Unternehmensseiten im Internet.
Zusammenfassung
Du hast nun deine Möglichkeiten zur Vorbereitung auf deinen gewünschten Ausbildungsabschluss kennengelernt. Um dir Klarheit zu verschaffen, welche Form der Ausbildung die Richtige für dich ist, solltest du dir folgende Fragen beantworten:
Wo möchte ich meinen Berufsabschluss nachholen?
- Betrieb und Berufsschule
- Berufsfachschule
- Selbststudium (Arbeiten im Betrieb, Lernen zuhause)
Was für ein Lerntyp bin ich? Wie lerne ich am besten?
- eigenständige Erarbeitung von Lerninhalten beim Selbststudium
- Präsenzunterricht in der Berufsschule bzw. Berufsfachschule
- Lernen im Betrieb
Welche Art der Ausbildung kann ich mir finanziell leisten?
- Schulgeld
- Ausbildungsvergütung
- Gehalt bzw. Lohn bei Selbststudium
Erfülle ich die Voraussetzungen um Fördermittel zu erhalten?
Die Beantwortung dieser Fragen hat dir hoffentlich weitergeholfen. Dann gehe jetzt die nächsten Schritte Richtung Berufsabschluss. Weitere Informationen erhältst du hier: